Medien: Preis weist auf Unterfinanzierung der Apotheken hin

ABDA-Präsident Thomas Preis hat gegenüber mehreren Medien erneut darauf hingewiesen, dass die Apotheken "chronisch unterfinanziert" sind. Das Fixhonorar pro Rezept liegt seit Jahren bei 8,35 Euro, eine Anhebung auf 9,50 Euro wurde im Koalitionsvertrag angekündigt, fehlt aber im Gesetzestext, schreibt unter anderem die "Südwest Presse Ulm" (17.2.).

"Dass bei solchen Tarifen wirtschaftlich keine Apotheke betrieben werden kann, braucht keinen Betriebswirt, keinen Mathematiker - das erkennt jeder", so Preis. Die Kosten stiegen in den vergangenen 13 Jahren um 65 Prozent, die Personalkosten um fast 80 Prozent. Preis warnte, dass zusätzliche Leistungen ohne solide wirtschaftliche Basis zur Belastung werden. "Das erfordert mehr Investitionen in Personal, Schulungen, digitale Dokumentationssysteme und Räumlichkeiten", sagte er mit Blick auf Impfungen und neue Dienstleistungen. Das Honorar für zusätzliche Leistungen reiche nicht aus, um die Gesamtsituation der Apotheken nachhaltig zu verbessern.

Die schwierige wirtschaftliche Lage der Apotheken in Deutschland wird auch im Ausland registriert. Die "Neue Zürcher Zeitung" (12.1.) meldet: "Hohe Kosten, Online-Konkurrenz, Streit mit der Politik - die Branche hat zu kämpfen, doch manche Betreiber wissen sich zu helfen". ABDA-Präsident Thomas Preis sagte dem Blatt: "Vor dem Hintergrund weiter anhaltender Apothekenschließungen ist es vollkommen unverständlich, dass die Bundesregierung die Erhöhung des Fixhonorars im laufenden Vorhaben der Apothekenreform gänzlich ausklammert." Die Kosten für Miete und Personal seien in den letzten dreizehn Jahren "unerbittlich" gestiegen. "Die ABDA ruft regelmäßig zu Aktionen auf, die Apotheker machen fleißig mit", heißt es in dem Artikel. Deswegen nenne man sie in deutschen Medien auch "Protest-Apotheker". 

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