Medien berichten über sinkende Apothekenzahl

Die niedrigste Apothekenzahl seit fast 50 Jahren ist ein großes Thema in den Medien. Die ABDA hatte am 13. Januar 2026 über den weiteren Rückgang berichtet. Zum Jahresende 2025 gab es bundesweit nur noch 16.601 Apotheken in Deutschland.

Die Nachrichtenagenturen dpa und AFP verbreiteten kurz nach Veröffentlichung der ABDA-Pressemitteilung sofort eine Meldung über ihre Ticker. Seit 2013 habe jede fünfte Apotheke schließen müssen, so dpa. "Das heißt, dass immer mehr Menschen immer weitere Wege bis zur nächsten Apotheke zurücklegen müssen", wird ABDA-Präsident Thomas Preis zitiert. In der AFP-Meldung forderte Preis die Bundesregierung zum Handeln auf. Angesichts von Kostensteigerungen und fehlender Anhebung der Erstattung sei für viele Apotheken "ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb nicht mehr darstellbar". Die dpa-Meldung wurde unter anderem vom "Handelsblatt" übernommen. 

Zu dem Thema titelte die BILD: "Apotheken-Schwund: Niedrigster Stand seit 50 Jahren". Hauptgrund aus Sicht der ABDA: die Bezahlung. "Seit der Einführung des festen Packungshonorars vor 22 Jahren gab es nur eine einzige Erhöhung - im Jahr 2013", heißt es. Und im "Tagesspiegel Background Gesundheit" war zu lesen: "ABDA-Präsident Thomas Preis spricht angesichts des erneuten Rückgangs von einer 'gefährlichen Entwicklung' und macht vor allem die schwierige finanzielle Situation der Apotheken dafür verantwortlich."

In einem Beitrag von "rp-online.de" kam der Präsident der Bundesapothekerkammer, Dr. Armin Hoffmann zu Wort: "Die Apotheken vor Ort sind weiterhin das Rückgrat der Arzneimittelversorgung: kompetent, niederschwellig, persönlich und unverzichtbar". Außerdem berichteten "tagesschau.de""Deutschlandfunk", "ntv", "Mainpost", "Yahoo" und "aerzteblatt.de" über die sinkenden Apothekenzahlen.

Um die Lage der Apotheken ging es auch im MDR-Magazin "Umschau" (13. Januar 2026). Konkretes Beispiel: Die Schließung einer Apotheke in Auerbach (Sachsen) nach 32 Jahren. Auch aufgrund der Ertragslage hat der Inhaber keinen Nachfolger bzw. keine Nachfolgerin gefunden, heißt es in dem Beitrag. Erwähnt wird in diesem Zusammenhang, dass die Bundesregierung die Erhöhung des Fixhonorars im laufenden Vorhaben der Apothekenreform ausgeklammert hat. ABDA-Präsident Thomas Preis sagte dem MDR: "Dieses Honorar ist deshalb wichtig, weil von diesem Geld die gesamten Betriebskosten der Apotheke getragen werden." Preis nennt als Beispiele die Miete oder die Personalkosten. Seit 13 Jahren sei das Honorar nicht mehr erhöht worden, so Preis. Auch deshalb habe man ein Absinken der Apothekenzahl. Immer wieder wurde auf die Blackout-Aktion Bezug genommen. Mit einer bundesweiten Protestaktion hatten die Apothekenteams im Dezember vergangenen Jahres, auf die chronische Unterfinanzierung der Apotheken hingewiesen.

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