Honorar: Laumann fordert verlässliche Lösungen

NRW-Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat der wohnortnahen Arzneimittelversorgung durch Vor-Ort-Apotheken seine Unterstützung zugesichert. In seiner Rede auf dem Neujahrsempfang der Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) sagte er: "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir Apotheken auch in Zukunft als einen zentralen Bestandteil unseres Gesundwesens brauchen". Deutlich positionierte sich Laumann zur Frage der Honorierung. Eine rein politisch festgelegte Erhöhung reiche aus seiner Sicht nicht aus. "Wir brauchen für Apotheken Lösungen, die vergleichbar sind mit anderen Bereichen im Gesundheitswesen, in denen Leistungen auch verhandelt werden."

Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein und der Bundesapothekerkammer griff in seiner anschließenden Rede die Punkte des Ministers auf. Hoffmann verwies auf die wachsende Diskrepanz zwischen gesetzlichem Versorgungsauftrag und wirtschaftlicher Realität vieler Apotheken. Während der Versorgungsbedarf durch eine alternde Gesellschaft, komplexere Arzneimitteltherapien und erweiterten Therapiemöglichkeiten steige, sinke die Zahl der Apotheken kontinuierlich. "Zwischen dem klar definierten gesetzlichen Auftrag und der ökonomischen Realität klafft zunehmend eine Lücke. Diese Lücke muss geschlossen werden", betonte Hoffmann, "und zwar schnell!"

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