Tipps zur Weiterbildung

Weiterbildungsordnung

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Die Weiterbildungsordnungen der Apothekerkammern regeln die Rahmenbedingungen der Weiterbildung. Maßgeblich ist die Weiterbildungsordnung der Kammer, deren Mitglied Sie sind. Wenn Sie Weiterzubildender oder Ermächtigter sind, sollten Sie über eine jeweils gültige Fassung verfügen.

Empfehlungen zu Durchführung und Seminarinhalten

Um die Weiterbildung bundesweit zu harmonisieren, haben sich die Apothekerkammern auf gemeinsame Empfehlungen verständigt, die konkrete Angaben zu Durchführung und Inhalten der Weiterbildung machen.

Diese so genannten "Durchführungsempfehlungen" und "Seminarinhalte" können Sie von der Geschäftsstelle Ihrer Apothekerkammer erhalten oder hier abrufen.

Der Ermächtigte

Der Schwerpunkt der Weiterbildung liegt auf der praktischen Tätigkeit an der Weiterbildungsstätte. Die Weiterbildungszeit dient dazu, vertiefende berufliche Erfahrungen in strukturierter Form zu erlangen. Der Weiterzubildende wird dabei von einem Ermächtigten begleitet, der als Tutor fungiert. Um die Ermächtigten dabei zu unterstützen und über ihre Rechte und Pflichten zu informieren, bieten viele Kammern regelmäßig Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch für Ermächtigte an.

Die Gebiete

Die Weiterbildungsordnungen der Apothekerkammern sehen bis zu neun Weiterbildungsgebiete vor. Am bekanntesten ist die Weiterbildung zum Fachapotheker für Allgemeinpharmazie. Daneben gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten in den Gebieten Klinische Pharmazie, Pharmazeutische Analytik, Pharmazeutische Technologie, Toxikologie und Ökologie, Arzneimittelinformation, Klinische Chemie, Theoretische und Praktische Ausbildung sowie Öffentliches Gesundheitswesen. Wer sich für eine Weiterbildung in diesen Gebieten interessiert, erhält bei seiner Apothekerkammer oder der Weiterbildungsakademie der Bundesapothekerkammer nähere Informationen.

Veröffentlichungen der Weiterbildungsakademie

Alle anerkannten Weiterbildungsveranstaltungen werden in der Rubrik "Mitgliedsorganisationen, Weiterbildungsakademie" in der Pharmazeutischen Zeitung und der Deutschen Apotheker Zeitung bekannt gegeben. Auskunft darüber, wann die nächsten Seminare stattfinden, kann man zudem direkt bei der ausrichtenden Kammer erhalten. Bei den meisten Apothekerkammern besteht die Möglichkeit, sich als Teilnehmer vormerken zu lassen. Ratsam ist es außerdem, bei der Anmeldung das Datum des Beginns des Weiterbildungsverhältnisses oder den voraussichtlichen Prüfungstermin anzugeben, damit dies entsprechend berücksichtigt werden kann.

Neben den Seminaren der Kammern erfüllen auch einige Veranstaltungen kommerzieller Anbieter die Kriterien für die Anerkennung als Weiterbildungsseminare. Diese Veranstaltungen werden ebenfalls als anerkannt in der Rubrik der Weiterbildungsakademie bekannt gegeben. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Weiterbildungsakademie den Besuch dieser Seminare gegenüber den Seminaren der Kammern bevorzugt empfiehlt.

Verteilungsmodus

Um ein ausreichendes Seminarangebot sicherzustellen, arbeiten die Kammern seit mehreren Jahren im Rahmen des Verteilungsmodus zusammen. Dabei wurde die Durchführung der Seminare in den Gebieten aufgeteilt (außer Allgemeinpharmazie). Die Kammer, die für ein bestimmtes Seminar verantwortlich zeichnet, führt dieses nicht nur für die Weiterzubildenden des eigenen Kammerbereichs, sondern für alle Weiterzubildenden des Bundesgebietes durch. Wer für welches Seminar zuständig ist, sehen Sie hier.

Wenden Sie sich bitte möglichst frühzeitig an die nach dem Verteilungsmodus zuständige Kammer.

Prüfung

Die Weiterbildung endet mit einer Prüfung, die in der Regel mündlich ist. Eine einheitliche Empfehlung zur Durchführung der Prüfung ist von allen Kammern verabschiedet worden.

Weiterbildungsstätten

Jede Apothekerkammer führt ein Register der zugelassenen Weiterbildungsstätten ihres Kammergebietes; ein zentrales Register für die gesamte Bundesrepublik gibt es nicht. Richten Sie Ihre Anfragen bezüglich der Weiterbildungsstätten deshalb direkt an die jeweilige Apothekerkammer.

Teilzeit

Regelungen zur Absolvierung der Weiterbildung in Teilzeit treffen die Weiterbildungsordnungen. Wichtig ist, dass eine Weiterbildung in Teilzeit vorab von der Apothekerkammer genehmigt werden muss. Auch hier gilt also:

Fragen Sie Ihre Kammergeschäftsstelle.

Zusatzbezeichnungen

Neben den Gebieten sehen die Weiterbildungsordnungen den Erwerb von Zusatzbezeichnungen vor, zum Beispiel Ernährungsberatung oder Geriatrische Pharmazie. Wichtigster Unterschied ist die Bezeichnung, die man nach Abschluss einer derartigen Weiterbildung führen darf.

Damit Sie dabei keinen Fehler machen oder gegen die Weiterbildungs- und die Berufsordnung verstoßen, sollten Sie bei Ihrer Kammer nachfragen.

PZ Prisma

Seit Januar 1994 wird von der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Verbindung mit der Bundesapothekerkammer eine Weiterbildungszeitschrift herausgegeben. "PZ Prisma - Materialien zur Weiterbildung" erscheint viermal jährlich im Govi Verlag Eschborn und soll dem Wunsch der in der Weiterbildung engagierten Apotheker nach spezifischer pharmazeutischer Weiterbildungsliteratur Rechnung tragen. Es finden sich in dieser Zeitschrift neben vertiefenden Beiträgen zu den Inhalten der Weiterbildungsgebiete auch organisatorisch-rechtliche Aspekte der Weiterbildung.