2. Informationsforum Arzneimittelfälschung 2013

Grenzüberschreitender Kampf gegen gefälschte Arzneimittel - Wie Verbraucher in Europa besser geschützt werden können

Professor Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker, Richard Bergström, Generaldirektor European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA), Dr. Peter Keller, Zollkriminalamt und Wolfgang Schmitz, Pressesprecher des Zollkriminalamts (v.l.)

Jedes zweite im Internet gekaufte Medikament ist eine Fälschung, so schätzt es die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Im Juni 2013 hat der deutsche Zoll bei der Kontrolloperation PANGEA VI innerhalb einer Woche 27.930 Tabletten und Kapseln sichergestellt - weltweit wurden in dieser Woche 9,8 Millionen potentiell gefährliche Medikamente aus dem Verkehr gezogen. Gefälschte Arzneimittel sind eine äußert lukrative Einnahmequelle für kriminelle Organisationen - und eine ernsthafte gesundheitliche Bedrohung für Verbraucher.

Die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Bayer HealthCare und Pfizer luden ein zur Diskussion mit Experten aus Ermittlungsbehörden, der Apothekerschaft und dem pharmazeutischen Industrieverband über die europaweite Bekämpfung krimineller Arzneimittelfälschungen.

Referenten von INTERPOL und dem Zollkriminalamt berichteten von ihren Strategien im Kampf gegen Arzneimittelfälschungen: Wie läuft die Ermittlung und Verfolgung der international agierenden Fälscherbanden ab? Welche Erfolge konnten beim Vorgehen gegen den organisierten illegalen Online-Verkauf von Arzneimitteln bereits erzielt werden? Welche gefälschten Medikamente werden in europäischen Ländern gefunden?

Referenten der ABDA und des europäischen Dachverbands der Arzneimittelhersteller (EFPIA) berichteten unter anderem, wie Patienten in Europa langfristig besser geschützt werden können.