31. Januar 2019

Überzeugte Europäer

In knapp vier Monaten wird ein neues Europaparlament gewählt. Die ABDA hatte die Europa-Delegierten der Mitgliedsorganisationen deshalb am Donnerstag zu einer Info-Veranstaltung nach Berlin eingeladen. Immerhin werden 96 Abgeordnete aus Deutschland ins Europaparlament entsendet. Diese Parlamentarier entscheiden in Zukunft in Europa, kommen aber aus ihren Wahlkreisen in Deutschland, wo sie gewählt werden. Im Rahmen des Treffens wurde den knapp 30 Teilnehmern die Arbeitsweise der Europäischen Union und der Interessensvertretung der ABDA in Brüssel erklärt. ABDA-Präsident Friedemann Schmidt sprach von einer Gratwanderung in der politischen Kommunikation. "Auf der einen Seite sind wir überzeugte Europäer, deswegen auch der Aufruf bei der Europawahl aktiv zu sein. Auf der anderen Seite müssen wir natürlich Kritik an dem Bestreben der europäischen Institutionen zur Durchsetzung der Warenverkehrsfreiheit anmelden, weil sie in Konflikt geraten, mit dem was wir an Regulierungsinstrumenten für unser deutsches Gesundheitswesen für richtig und essentiell halten." Der Leiter des Brüsseler ABDA-Büros, Dr. Jens Gobrecht, stellte den Europa-Delegierten die Kernpositionen zur Europawahl vor, die der Geschäftsführende Vorstand der ABDA im September vergangenen Jahres einstimmig beschlossen hatte. Für Gobrecht, ist es sinnvoll, wenn die Kandidaten in ihren Wahlkreisen von Apothekerinnen und Apothekern besucht werden. "Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass es immer ganz gut ist, wenn es einen Kontakt zu den Mitgliedern des Europäischen Parlamentes aus den Mitgliedsorganisationen gibt", sagte er. Genauso sieht das ABDA-Pressesprecher, Dr. Reiner Kern, der erklärte, wie der Fahrplan der Politischen Kommunikation für die Europawahl aussieht. So sollen die Kandidaten auch wieder zu einem Besuch oder Praktikum in Apotheken eingeladen werden. In Planung ist auch ein Wahlradar, in dem 5 bis 7 europapolitische Positionen von den Politikern abgefragt werden. Der Referent für Europa- und Kammerrecht, Michael Jung, gab außerdem einen Einblick in die rechtlichen Grundlagen der Europäischen Union.