Berlin, 12. Dezember 2014

Ruhende Zulassungen von zahlreichen Arzneimitteln: Einlösen von Rezepten in der Apotheke ist geregelt

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Trotz der ruhenden Zulassungen von zahlreichen Arzneimitteln stellen Deutschlands Apotheker die Versorgung der Patienten auch weiterhin sicher - mit hohem pharmazeutischem Engagement, aber auch mit großem logistischem und betriebswirtschaftlichem Aufwand. Dabei muss wenigstens sichergestellt sein, dass Apotheker nicht noch zusätzlich ein Retaxationsrisiko eingehen. Deshalb hat sich der Deutsche Apothekerverband (DAV) mit dem GKV-Spitzenverband darüber verständigt, wie mit Rezepten in der Apotheke verfahren werden soll, wenn z.B. ein Rabattarzneimittel aufgrund einer ruhenden Zulassung nicht abgegeben werden darf.

DAV-Vorsitzender Fritz Becker: "Verordnet der Arzt ein vom Ruhen der Zulassung betroffenes Arzneimittel, darf dieses nicht mehr abgegeben werden. Es ist stattdessen nach 'aut idem' eines der drei preisgünstigsten Arzneimittel abzugeben, sofern nicht ein Rabattarzneimittel vorrangig abzugeben ist. Kann 'aut idem' nicht eingehalten werden, muss der Arzt kontaktiert werden, damit dieser eine Änderung der Verordnung vornimmt, oder ein neues Rezept ausstellt. Wäre das Rabattarzneimittel vom Ruhen der Zulassung betroffen, ist das Sonderkennzeichen für Nichtabgabe eines Rabattarzneimittels aufzudrucken und mit der Dokumentation 'Nichtabgabe wegen Ruhen der Zulassung' zu versehen." Becker weiter: "Mit dieser Regelung haben wir wenigstens das Retaxationsrisiko minimiert und weitere Belastungen von den Apotheken ferngehalten."