10. Januar 2019

Risiken und Nebenwirkungen

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat am Donnerstag (10. Januar) einen Artikel über den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten veröffentlicht. Der Autor hat dafür ABDA-Präsident Friedemann Schmidt in seiner Leipziger Apotheke besucht und beschreibt die Abläufe dort. Die Apotheker vor Ort könnten niemals mit den Versendern konkurrieren, weil sie sich die Rabatte gar nicht leisten könnten, wird Schmidt zitiert. Der Preis eines Arzneimittels sei für das Einkommen des Apothekers nicht mehr so wichtig wie früher. Auf den Einkaufspreis dürfe er laut Gesetz drei Prozent aufschlagen, dazu komme eine Pauschale von etwas mehr als sechs Euro. Bei einem jährlichen Ertrag einer typischen Apotheke von 80.000 Euro wäre bei einem Rabatt von nur zwei Euro je Packung die Hälfte des Gewinns dahin, sagt Schmidt. Und weil ein solcher Wettbewerb „komplett unrealistisch“ sei, müsse man mit der Politik über ein Verbot sprechen oder eben über andere Vergütungsformen.