Zyklon "Idai": Apotheker organisieren Unterstützung

Apotheker aus Deutschland wollen den Opfern des Zyklons „Idai“ helfen. Die Hilfsorganisation "Apotheker ohne Grenzen e.V." schickt morgen ein Fact-Finding-Team nach Mosambik, um die Situation vor Ort zu bewerten. Nach Angaben der Organisation ist die Lage in dem afrikanischen Land sehr kritisch. "Nach den Überschwemmungen benötigen die Menschen humanitäre Hilfe. Erste Cholerafälle wurden bekannt und in den überfluteten Gebieten steigt die Zahl der Malaria-Kranken", schreibt die Organisation auf ihrer Facebookseite. Schon jetzt werde deutlich, dass pharmazeutische Hilfe in den nächsten Wochen dringend benötigt werde. Nachdem internationale Hilfe angefragt wurde, ermittelt "APOTHEKER HELFEN e.V". momentan über Partnerorganisationen vor Ort, wo und wie am sinnvollsten Hilfe geleistet werden kann. So werde sich ein Team der international erfahrenen Hilfsorganisation LandsAid e.V. auf die Reise nach Südostafrika machen. "APOTHEKER HELFEN e.V." wird die Einsatzkräfte Arzneimitteln und Ersthilfebedarf ausrüsten. "Mit unserem Knowhow für medizinische Nothilfe und einem Pool freiwilliger Einsatzkräfte werden mobile medizinische Teams die betroffene Bevölkerung behandeln", kündigte die Organisation auf ihrer Homepage an. Genauso wie "Apotheker ohne Grenzen e.V." und "APOTHEKER HELFEN e.V." rief auch das "Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker e.V." zu Spenden auf. Der Vorsitzende und LAV-Präsident Fritz Becker schreibt in einer Mitteilung, dass der langjährige Projektpartner "action medeor" schon erste Hilfslieferungen nach Malawi gebracht habe. Es fehle am Notwendigsten, wie Verbandsmaterialen, Infusionslösungen und Gummihandschuhen. Nach Angaben des Roten Kreuzes wird allein für Mosambik drei Mal mehr Geld als zunächst eingeplant benötigt. Ein Sprecher sagte, man gehe jetzt von rund 27 Millionen Euro aus, um nur die schlimmste Not zu lindern. Der Zyklon hatte am 15. März Mosambik, Malawi und Simbabwe getroffen und weite Landstriche unter Wasser gesetzt. Mehrere hundert Menschen kamen ums Leben.