Schlafstörungen oft überschätzt

Viele Patienten klagen in der Apotheke über schlechten Schlaf. Das liegt auch daran, dass vor allem ältere Menschen das eigene Schlafbedürfnis überschätzen. Eine behandlungsbedürftige Schlafstörung liegt erst vor, wenn Ein- oder Durchschlafstörungen an mindestens drei Nächten pro Woche über mindestens drei Monate bestehen und dies die Patienten während des Tages beeinträchtigt. Über Schlafstörungen und ihre Behandlungen sprach Prof. Dr. med. Hans Förstl beim internationalen Fortbildungskongress pharmacon. Besonders anfällig für Schlafstörungen sind Menschen mit schlechter beruflicher Qualifikation und unsicherer Position, aber auch diejenigen, die ständig erreichbar sind. Viele Schlafmittel deformieren die Schlafarchitektur und verringern die Tiefschlafphasen. Positive klinische Erfahrungen in der Behandlung von Schlafstörungen hat Förstl mit den Arzneistoffen Quetiapin und Mirtazapin gemacht.