Weltapothekerverband FIP

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Die Fédération Internationale Pharmaceutique (FIP; engl. International Pharmaceutical Federation) ist der Weltverband der Apotheker, Apotheken und Pharmazie. Gegründet wurde der Verband im Jahr 1912, er hat seinen Sitz in Den Haag (Niederlande). Durch 132 nationale Verbände werden mehr als drei Millionen Apotheker repräsentiert. Die Verbandsarbeit erfolgt im Rahmen von mehreren Sektionen, Offizinapotheker sind in der Community Pharmacy Section (CPS) organisiert. Höchstes Verbandsorgan ist der Rat (engl. Council), jährlicher Höhepunkt ist der FIP-Kongress.

Das Ziel der FIP besteht darin, die Gesundheit der Menschen rund um den Globus durch fortschrittliche Methoden im Apothekenalltag zu verbessern. Dazu gehören der verbesserte Zugang zu Arzneimitteln sowie ihr sicherer Gebrauch bei vertretbaren Kosten und hoher Qualität. Die FIP will das Ansehen der Apotheker in der Welt stärken, den Beruf zukunftsfähig machen und den Austausch von Best-Practice-Modellen vorantreiben. Ein wichtiges Anliegen ist auch die Entwicklung honorierter pharmazeutischer Dienstleistungen.

Die ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. ist der FIP im Jahr 1951 beigetreten. Der bislang einzige deutsche FIP-Präsident war Dr. Dieter Steinbach (1994 bis 1998), der zuvor als Leiter des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker e.V. tätig war und heute Ehrenpräsident der FIP ist. Zu den wichtigsten Repräsentanten der deutschen Apotheker in der FIP gehört ABDA-Vorstandsmitglied Karin Graf; sie ist Mitglied im Vorstand der CPS und engagiert sich dort für die Weiterentwicklung der öffentlichen Apotheke.

Die FIP führt jedes Jahr einen Weltkongress an wechselnden Standorten durch. Nach Münster (1963), Hamburg (1968) und München (1989) fand der FIP-Kongress im Jahr 2015 zum vierten Mal in Deutschland statt - und zwar in Düsseldorf. Als Vorsitzender des Local Host Committee (LHC) war ABDA-Präsident Friedemann Schmidt der "Chefgastgeber"; sein Stellvertreter war Prof. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Der Kongress bot nicht nur die Möglichkeit, sich fortzubilden und über den nationalen Tellerrand zu schauen, sondern sollte allen Apothekern auch die Möglichkeit des interdisziplinären Austauschs bieten.