Tag der Apotheke 2013: „Erst fragen, dann fahren!“

Der "Tag der Apotheke" am 13. Juni 2013 stand in diesem Jahr unter dem Motto „Erst fragen, dann fahren!“. Beginnend mit dem Aktionstag informierten Apotheken ihre Patienten verstärkt über die Auswirkungen von Medikamenten auf die Fahrsicherheit. Die Kampagne erzielte eine hervorragende Medienresonanz. Insgesamt erschienen im Beobachtungszeitraum vom 05.06.2013 - 30.06.2013 bundesweit mehr als 1.300 Beiträge. Die Gesamtreichweite aller Meldungen betrug über 166 Millionen Kontakte.

Getragen wurde die Kampagne von der ABDA und dem ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club). Der ADAC ist mit seinen mehr als 18 Millionen Mitgliedern der größte Automobilclub in Europa. „Mit dem ADAC haben wir einen starken Partner für unsere Kampagne gewinnen können“, sagte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt.

Jeden Tag besuchen rund 4 Millionen Menschen eine Apotheke und erhalten dort Medikamente. Viele davon sind mit dem Auto oder dem Motorrad unterwegs. Anders als bei Alkohol gibt es bei Medikamenten keine Grenzwerte: Jeder Kraftfahrer ist in erster Linie selbst dafür verantwortlich, seine Fahrtüchtigkeit zu beurteilen. Falls jemand unter Medikamenteneinfluss einen Unfall verursacht, muss er mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Kraftfahrer, die Medikamente brauchen, können sich bei ihrem Apotheker über eine mögliche Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit informieren. Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten können auch rezeptfreie Arzneimittel die Verkehrssicherheit gefährden, beispielsweise Arzneimittel gegen Heuschnupfen oder Husten.

Im Jahr 2010 haben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der ADAC und die ABDA in einer gemeinsamen Erklärung vereinbart, dass sie im Schulterschluss über verschiedene Aspekte des Medikamentenmissbrauchs bzw. -gebrauchs aufklären wollen. Die Kampagne „Erst fragen, dann fahren!“ widmet sich einem wichtigen Teilaspekt dieses Problems.

Pressekonferenz "Medikamente und Straßenverkehr: Umfrageergebnisse und Aktionstag"

Die Ergenbisse einer repräsentativen Forsa-Meinungsumfrage zum Thema „Medikamente und Straßenverkehr“ wurden bei einer Pressekonferenz am 12. Juni 2013 in Berlin vorgestellt. Gesprächspartner war Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.