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Berlin/Meran, 05. Juni 2015

Trockene Augen sind häufig, aber nicht immer harmlos

© alco81 - Fotolia.com

Trockene Augen sind häufig, aber nicht immer harmlos. Denn eine dauerhafte Austrocknung des Auges kann das Infektionsrisiko erhöhen bzw. zu einer Entzündung führen. In der Folge sind strukturelle Schäden der Hornhaut möglich. „In der Selbstmedikation sollten auch rezeptfreie Augenmedikamente nicht dauerhaft und nur nach individueller Beratung des Apothekers angewendet werden“, sagte Dr. Eric Martin beim pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. Der Apothekenleiter ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesapothekerkammer.

Bei vielen Patienten beliebt sind so genannte „Weißmacher-Augentropfen“, weil sie eine störende Rötung der Augen zügig dadurch beseitigen, dass die Bindehautgefäße verengt werden. Rote Augen können jedoch sowohl bei harmlosen Reizzuständen als auch bei schwerwiegenden Augenerkrankungen als unspezifisches Zeichen auftreten „Bei trockenen Augen ist die Bindehautrötung eine Abwehrreaktion. Weißmacher dürfen hier keinesfalls angewendet werden, da sie die Austrocknung verstärken und zudem den Augeninnendruck steigern können“ sagte Martin. Gegen trockene Augen gibt es in Apotheken verschiedene rezeptfreie Medikamente, die den Tränenfilm ersetzen. „Ob das jeweilige Präparat die erwünschte Linderung bietet, lässt sich auf individueller Basis schwer vorhersagen. Deshalb kann ein geeignetes Präparat oft nur durch Ausprobieren gefunden werden“, sagte der Apotheker. Grundsätzlich sollte die Behandlung in der Selbstmedikation aber immer befristet sein oder nur dann dauerhaft erfolgen, wenn der Augenarzt eine Diagnose gestellt und eine schwerwiegende Erkrankung ausgeschlossen hat.

Apotheker sind für viele Patienten mit Augenerkrankungen die ersten Ansprechpartner. Das liegt auch daran, dass Termine bei einem Augenarzt je nach Region erst nach einer Wartezeit verfügbar sind. Martin: „Umso wichtiger ist es, dass Apotheker ihre Patienten dazu beraten, welche Alarmsignale es gibt, die eine Selbstmedikation mit rezeptfreien Medikamenten ausschließen.“ Eine Selbstmedikation mit Weißmachern könnte die Symptome verschleiern und dadurch die ärztliche Diagnose erschweren. Einen Augenarzt bzw. einen augenärztlichen Notdienst sollten Patienten aufsuchen, wenn deutliche Beschwerden plötzlich oder nur auf einem Auge auftreten. Hierzu zählen unter anderem eine Einschränkung des Sehvermögens, starke Schmerzen oder Lichtscheu. Auch bei Verdacht einer Augenverletzung oder Verätzung, sollten sich Patienten umgehend vom Arzt untersuchen lassen.  

 

 

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04. Juni 2015

Gewichtszunahme bei Antidepressiva oft vermeidbar

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Einige Medikamente gegen Depressionen können zu einer Gewichtszunahme führen. „Wenn Frauen im Beipackzettel von einer möglichen Gewichtszunahme lesen, wollen viele das Antidepressivum gar nicht erst einnehmen. Aber wenn die Beratung des Apothekers nicht nur fachlich, sondern auch kommunikativ auf die Bedürfnisse der Patienten eingeht, lassen sich diese Ängste oft abbauen. Dadurch verbessern Apotheker die Arzneimitteltherapiesicherheit“, sagte Hiltrud von der Gathen beim pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. Die Apothekerin ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesapothekerkammer.


Ein häufiges Symptom von Depressionen ist, dass der Appetit abnimmt. Nimmt ein Patient ein Antidepressivum, so bessert das nicht nur seine Stimmung, sondern auch der Appetit kehrt zurück. Deshalb kommt es bei vielen antidepressiven Behandlungen zu einer Gewichtszunahme. „Die Gewichtszunahme liegt nicht daran, dass das Medikament selbst Kalorien hat, sondern dass man einfach mehr isst. Wer auf sein Gewicht achten will, sollte das entsprechend bei der Nahrungsauswahl berücksichtigen.“ Einige antidepressive Wirkstoffe führen als Nebenwirkung zu einer Mundtrockenheit. Der Patient trinkt deshalb viel. Leider entwickelt er unter der Therapie aber eine starke Vorliebe für süße Getränke. „Wenn Patienten das wissen, können sie sich bewusst gegen kalorienreiche Getränke und für Wasser entscheiden. So bleibt die gefürchtete Gewichtszunahme oft aus.“


Die erwünschte depressionslösende Wirkung von Medikamenten beginnt oft erst nach etwa zwei Wochen. Die Nebenwirkungen sind hingegen sofort spürbar. „Das müssen Patienten wissen, sonst zweifeln sie an ihrer Therapie und halten nicht durch“, sagte Henry Beck, Krankenhausapotheker aus Köln. Aber auch das Ende einer Therapie sollte über einige Tage bis Wochen gestreckt werden. Beck: „Werden Antidepressiva abrupt abgesetzt, kann es zu Unruhe, Schwindel und Übelkeit kommen. Durch ein langsames Verringern der Dosis lassen sich diese Nebenwirkungen oft vermeiden.“

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