Sollte der Newsletter nicht korrekt angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

ABDA

NEWSLETTER

Pressemitteilung

Berlin/Schladming, 18. Januar 2017

Müde oder schlaflos durch Nebenwirkungen

© nenetus - Fotolia.com

Medikamente können als Nebenwirkung müde machen oder zur Schlaflosigkeit führen. „Wer dauerhaft Medikamente einnimmt, sollte mit dem Apotheker auch über diese Nebenwirkungen sprechen“, sagte Apothekerin Hiltrud von der Gathen beim internationalen Fortbildungskongress pharmacon. „Ein solches Beratungsgespräch kann verhindern, dass man gegen eine möglicherweise vermeidbare Nebenwirkung ein weiteres Mittel einnimmt.“

„Dass zum Beispiel Medikamente gegen Schlafstörungen auch tagsüber müde machen können, leuchtet jedem Patienten ein. Aber es gibt viele Medikamente, bei denen Patienten von dieser Nebenwirkung überrascht sind. Ein Gespräch mit dem Apotheker öffnet dann die Augen“, sagte die Apothekerin. Müde fühlen sich zum Beispiel Patienten, die zu wenig oder zu viel Kalium im Blut haben. Ursache kann eine zu hohe Dosis von Abführmitteln oder wasserausschwemmenden Diuretika sein. Von der Gathen: „Diuretika können auch durch eine Austrocknung müde machen. Deshalb ist es wichtig, während der Behandlung mit Diuretika genug zu trinken.“ Wenn Blutdrucksenker eingenommen werden, sinkt der Blutdruck. Das kann vor allem zu Beginn der Behandlung Ältere schlapp machen.

Einige Medikamente führen zu Schlafstörungen. Manche der so genannten Grippemittel enthalten Pseudoephedrin. Dieser Wirkstoff wirkt gegen Schnupfen, macht aber als Nebenwirkung wach. Deshalb solche Präparate am besten nur morgens oder mittags einnehmen. Auch Diuretika können den Schlaf stören, wenn sie erst abends eingenommen werden und der Patient deshalb nachts die Toilette aufsuchen muss.

Von der Gathen: „Das Annahme, dass alle Psychopharmaka müde machen, ist falsch.“ Die Nebenwirkungen dieser Medikamente hängt vom jeweiligen Wirkstoff ab und die Einnahmezeit sollte daran angepasst werden. Zum Beispiel macht das gegen Depressionen eingesetzte Venlafaxin eher wach und wird deshalb bevorzugt morgens eingenommen. Antidepressiva mit dem Wirkstoff Mirtazapin wirken hingegen beruhigend und werden vor allem abends eingenommen.

VERWANDTE NACHRICHTEN

Nicht nur der Pflanzenname zählt: Bei pflanzlichen Medikamenten ist genaue Zusammensetzung wichtig
Asthma-Therapie durch gentechnisch hergestellte Medikamente ergänzt

WEITERFÜHRENDE LINKS

pharmacon Schladming

PRESSEKONTAKT

Dr. Reiner Kern
Pressesprecher
r.kern@abda.de
030 - 40004 132
030 - 40004 133

Dr. Ursula Sellerberg
Stellv. Pressesprecherin
u.sellerberg@abda.de
030 - 40004 134
030 - 40004 133

IMPRESSUM

ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.
Stabsstelle Kommunikation
Unter den Linden 19 - 23
10117 Berlin

Tel: 030/40004-132
E-Mail: presse@abda.de
Internet: www.abda.de

NEWSLETTER-ABONNEMENT

Zur Änderung des Abonnements

© 2004 - 2017 ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V.