Sollte der Newsletter nicht korrekt angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

ABDA

NEWSLETTER

Pressemitteilung

Berlin, 17. Mai 2017

Gesundheitsausschuss: 1,2 Millionen Menschen fordern Schutz der Apotheken vor ausländischem Versandhandel

MdB Reiner Meier (CDU/CSU), MdB Elisabeth Scharfenberg (Bündnis 90 / Die Grünen), MdB Michael Hennrich (CDU/CSU), Ausschussvorsitzender MdB Dr. Edgar Franke (SPD), ABDA-Präsident Friedemann Schmidt, Stellv. Ausschussvorsitzender MdB Rudolf Henke (CDU/CSU) (v.l.n.r., Foto: ABDA/Wagenzik)

Die 1,2 Millionen Unterschriften von Bürgern für den Erhalt und Schutz der wohnortnahen Apotheken vor dem ausländischen Versandhandel wurden heute symbolisch an den Gesundheitsausschuss des Bundestages in Berlin übergeben. Der Ausschussvorsitzende Dr. Edgar Franke (SPD) und sein Stellvertreter Rudolf Henke (CDU/CSU) nahmen die Dokumente von Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, in Empfang.

Bei der Unterschriftenaktion „Gesundheitssystem in Gefahr“ hatten – umgerechnet auf jeden der 299 Bundestagswahlkreise – ungefähr 4.000 Bürger pro Direktmandat unterzeichnet. Mehr als 6.000 Apotheken aus allen 16 Bundesländern hatten zehntausende Unterschriftenlisten eingeschickt, die – aneinander gereiht – eine Strecke von mehr als 20 Kilometern ergeben.

"Wenn mehr als eine Million Bürger mit ihrer Unterschrift eine wohnortnahe Arzneimittelversorgung für die Zukunft einfordern, dann drückt sich Volkes Wille gegenüber der Politik aus“, sagt ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. „Wir freuen uns, dass der Gesundheitsausschuss mit der Entgegennahme der Unterschriften die Sorgen und Nöte der Menschen ernst nimmt. Allerdings vermissen wir ein ebenso eindeutiges Handeln unserer Abgeordneten. Der Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums liegt vor, den Versand von Arzneimitteln auf nicht verschreibungspflichtige Medikamente zurückzuführen. Wenn schon 21 von 28 EU-Mitgliedstaaten so handeln, sollte auch in Deutschland nichts dagegensprechen.“

Auf den Unterschriftenbögen heißt es: „Internationale Versandhändler wollen die Rosinen aus unserem System picken, ohne das zu leisten, was meine Apotheke vor Ort macht: Nacht- und Notdienst, persönliche Beratung, Rezeptur, … Ich fordere von der Politik: Stoppen Sie die gefährlichen Einflüsse von außen. Schützen Sie die Apotheken vor Ort!“. Am 19. Oktober 2016 hatte der Europäische Gerichtshof entschieden, dass sich ausländische Versandhändler nicht mehr an die in Deutschland geltende Arzneimittelpreisbindung für rezeptpflichtige Arzneimittel halten müssen.

VERWANDTE NACHRICHTEN

„Wahlradar Gesundheit“ zum Fernsehduell: Merkel und Schulz sollten über Gesundheitsversorgung sprechen
Immer mehr Inhaber schließen zu: Nur noch 19.880 Apotheken in Deutschland
„Wahlradar Gesundheit“: Apotheker starten Dialog mit Bundestagskandidaten
Versandhandelsverbot: Zögern der Politik gefährdet Arzneimittelversorgung
Nur noch 19.942 Apotheken in Deutschland: Immer mehr Inhaber geben auf
Apotheker veröffentlichen Kernpositionen zur Bundestagswahl
1,2 Millionen Unterstützer fordern von Politik: Schützen Sie die Apotheken vor Ort!

DOWNLOADS

Bild Unterschriftenübergabe am 17. Mai 2017 vor dem Saal des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag (Bildquelle: ABDA/Wagenzik) 1,003 KB
Unterschriftenliste der Aktion 103 KB

WEITERFÜHRENDE LINKS

Arzneimittelpreise und EuGH-Urteil
Stellungnahmen

PRESSEKONTAKT

Dr. Reiner Kern
Pressesprecher
r.kern@abda.de
030 - 40004 132
030 - 40004 133

Christian Splett
Pressereferent
c.splett@abda.de
030 - 40004 137
030 - 40004 133

IMPRESSUM

ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.
Stabsstelle Kommunikation
Unter den Linden 19 - 23
10117 Berlin

Tel: 030/40004-132
E-Mail: presse@abda.de
Internet: www.abda.de

NEWSLETTER-ABONNEMENT

Zur Änderung des Abonnements

© 2004 - 2017 ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V.