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Berlin, 25. August 2015

Analbeschwerden: Apotheken bieten diskrete Beratung

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Wer unter Juckreiz am Po, Blut im Stuhl, Fremdkörpergefühl oder Schmerzen beim Stuhlgang leidet, sollte die Beratungsangebote seiner Apotheke nutzen. „Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten und die richtige Anwendung der Medikamente erklären. Jeder Apotheker bietet auf Wunsch diskrete Gespräche an, zum Beispiel in einem separaten Raum“, sagt Wolfgang Pfeil aus dem Geschäftsführenden Vorstand der Bundesapothekerkammer.


Eine Ursache für Analbeschwerden können vergrößerte Hämorrhoiden sein. Wer erstmals oder über längere Zeit solche Beschwerden hat, sollte sich ärztlich untersuchen lassen. „Eine Selbstmedikation von Hämorrhoidalleiden ist nur sinnvoll, nachdem schwerwiegende Erkrankungen ausgeschlossen wurden“, rät der Apotheker.

 
Analbeschwerden werden oft mit Salben, Zäpfchen oder Analtampons behandelt. Die in ihnen enthaltenen Wirkstoffe lindern die Beschwerden, indem sie lokal betäubend, zusammenziehend oder blutstillend wirken. Zäpfchen gegen Beschwerden im Enddarm werden nur so tief in den Darm eingeführt, dass sie noch mit dem Finger ertastet werden können. Besser fixieren lassen sind Zäpfchen mit einer Mulleinlage, Analtampons genannt. Salben gegen Hämorrhoidalleiden können je nach Präparat äußerlich und/oder innerlich aufgetragen werden. Wird eine Salbe mit einer Plastiktube in den Darm eingeführt, sollte diese beim Herausziehen zusammengedrückt werden. Das Zusammendrücken verhindert, dass der Inhalt wieder zurück gesaugt wird.

Bewegungsmangel, Übergewicht oder Verstopfung begünstigen Hämorrhoidalleiden. Aber auch die übermäßige Anwendung von Abführmitteln kommt als Ursache in Frage. „Wenn der Stuhlgang dünnflüssig ist, ist das ein Zeichen von Überdosierung eines Abführmittels“, sagt Pfeil. Apotheker warnen seit langem vor einem unkritischen Einsatz verschiedener Abführmittel.

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