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München, 12. Oktober 2016

ABDA-Präsident Schmidt fordert Apothekerschaft auf, Patienten Orientierung zu geben

Friedemann Schmidt (Foto: ABDA/Magerstädt)

Deutscher Apothekertag

Mit Mut, Offenheit und Verantwortungsbewusstsein können die Apothekerinnen und Apotheker Millionen Menschen in einer zunehmend verunsicherten Gesellschaft Orientierung geben und dadurch Vertrauen gewinnen. Mit diesem Aufruf an seine 60.000 Kolleginnen und Kollegen eröffnete heute Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, den diesjährigen Deutschen Apothekertag in München: „Millionen Menschen brauchen, suchen und schätzen unsere Arbeit. Sie vertrauen uns. Das ist der einzig verlässliche Maßstab für gesellschaftliche Wertschätzung. Nur daran sollten wir uns messen. Und solange wir dieses Vertrauen genießen, macht es einen Unterschied, was wir sagen und was wir tun.“ Berufspolitische Debatten dürften deshalb die gesamtgesellschaftliche Perspektive nicht ignorieren, so Schmidt.

Die Debatte um teure Medikamente nahm der ABDA-Präsident als Beispiel für eine sinnvolle gesellschaftliche Bewertung durch Apotheker: „Neue Arzneimittel sind teure Arzneimittel, diese Botschaft ist in der öffentlichen Meinung weit verbreitet. Aber bei aller Berechtigung der Frage, ob und wie ein Preis gerechtfertigt werden kann, darf das Arzneimittel selbst niemals auf seinen Kostenaspekt reduziert werden.“ Schmidt sagte: „Gute Arzneimittel entsprechen in idealer Weise dem Anforderungsprofil von Patienten an eine schnelle, nebenwirkungsarme und sichere Therapie. Sie sind alltagstauglich, sozial akzeptiert und verbessern die Lebensqualität.“ In Richtung Politik fügte er hinzu: „Eine gute Arzneimittelpolitik hat nicht nur Wirtschaftlichkeit im Blick, sondern auch Innovationskraft und Versorgungssicherheit. Eine gute Arzneimittelpolitik stabilisiert eine sichere, konstante Versorgung und beugt Lieferengpässen wirksam vor.“

Zum Hintergrund: Vom 12. bis 14. Oktober 2016 findet der Deutsche Apothekertag 2016 in der Messe München statt. Rund 300 Delegierte aus jeweils 17 Apothekerkammern und -verbänden diskutieren und beschließen in der Hauptversammlung die zukünftigen Positionen ihres Berufsstandes.

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