Für Fairness. Gegen Doping.

Startschuss für die Informationskampagne im Deutschen Haus in Vancouver. Dr. Thomas de Maizière, Dr. Kerstin Neumann (NADA), ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf und DOSB-Generaldirektor Dr. Michael Vesper (v.r.)

Die Apotheker kooperieren seit 2009 eng mit der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA). Gemeinsam wenden sich NADA und ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände dem Problem des Missbrauchs von Arzneimitteln in der Gesellschaft im Allgemeinen und im Sport (Doping) im Besonderen zu. Mit vereinten Kräften soll eine großflächige Sensibilisierung für die Herausforderungen geschaffen werden, denen Betroffene, deren Familien, aber auch das gesamte gesellschaftliche und sportliche Umfeld gegenüberstehen.

Den Partnern geht es darum, Präventionsmaßnahmen und Strategien gegen Arzneimittelmissbrauch und Doping zu entwickeln. Die Basis dafür ist der Wissensaustausch sowie die Bereitstellung von Ressourcen durch die Organisationen der Apothekerschaft. Bestandteil des Engagements der ABDA ist auch die Kooperation rund um die Sommerspiele 2012 in London (Großbritannien). Bereits zu den Winterspielen 2010 entsandte die ABDA eine auf den Anti-Doping-Kampf spezialisierte Apothekerin ins Deutsche Haus nach Vancouver (Kanada).

Regelmäßige Fortbildungen für Apotheker und Apothekenpersonal zum Thema Anti-Doping, etwa zur Handhabung der Medikamenten-Datenbank NADAmed sowie zur „Beispielliste für zulässige Medikamente“, stehen ebenfalls auf der Agenda. Seit 2008 verstärken die Apotheker bereits ihr eigenes Engagement gegen die Abhängigkeit von Medikamenten und den Missbrauch von Arzneimitteln. Hierzu dient u.a. der Leitfaden zur apothekerlichen Praxis der Bundesapothekerkammer (BAK) „Medikamente: Abhängigkeit und Missbrauch“.

Bundesweit sind nach Schätzungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) etwa 1,4 Millionen Menschen abhängig von Medikamenten. Auch im Sport werden Arzneimittel – wissentlich und unwissentlich – missbräuchlich verwendet, etwa um eine Leistungssteigerung zu erzielen. Auf Wettkampfebene wird immer wieder der Missbrauch von Medikamenten zu Dopingzwecken bekannt. Doch auch in Bereichen des Breitensports und in der Fitnessszene ist der Gebrauch von leistungssteigernden Mitteln mittlerweile verbreitet.