Doping-Risiko durch Präparate aus dem Internet

Berlin, 11. Juni 2010

Sportler sollten auf Nahrungsergänzungsmittel aus dubiosen Quellen verzichten. Wer bei unseriösen Internetportalen bestellt, nimmt das Risiko in Kauf, ein gefälschtes Präparat zu bekommen. Neben Arzneimitteln können auch Nahrungsergänzungsmittel gefälscht sein. Eine Fälschung liegt auch vor, wenn Substanzen ohne Deklaration beigemengt sind. Dazu gehört zum Beispiel die Beimengung von Steroiden, die unter das Dopingverbot fallen. “Sportler können sich vor  Verunreinigungen mit Doping-Substanzen schützen, indem sie die legalen Vertriebswege nutzen“, so Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Der Apotheker kann beim Hersteller eines Nahrungsergänzungsmittels die genaue Zusammensetzung abfragen.

Auch die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) warnt grundsätzlich vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. In 634 Stichproben bei Nahrungsergänzungsmitteln wurden in etwa 15 Prozent der Proben verbotene muskelaufbauende Steroide (Anabolika) nachgewiesen. Diese waren nicht auf der  Packung deklariert, die Sportler wussten also nichts von dem Zusatz. Konsumieren Athleten solche verunreinigten Präparate, erfüllt dies bei einer Kontrolle den Tatbestand des Dopings. Daher warnt die NADA eindringlich vor der Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln, insbesondere wenn dieser keine fachliche Beratung vorausgegangen ist.

Die ABDA unterstützt mit einer bundesweiten Informationskampagne die NADA nachhaltig bei deren Engagement in Sport und Gesellschaft. Bisheriger Höhepunkt der Kooperation war der gemeinsame Auftritt von NADA und Apothekern bei den Olympischen Spielen und den Paralypics im Frühjahr 2010. Weitere Projekte werden sich an Breiten-, Nachwuchs- und Freizeitsportler wenden.

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